Die Rückkehr der Namen

Redaktion/ April 13, 2024/ Beitrag, Termin/ 0Kommentare

Vor den Kammerspielen stehen mehrere Pat*innen mit den Schildern, auf denen Fotos und Daten der Ermordeten abgebildet sind.

Foto: Kurt Lainer von der Gedenkinitiative www.ns-euthanasie-aufarbeitung.de

Pat*innen mit ihren Schildern vor den Münchner Kammerspielen in der Maximilianstraße

Patricia Koller vom Behindertenverband Bayern e.V. übernahm die Patenschaft für Emilie Rowohlt:

Emilie Rowohlt
Schauspielerin
Geboren am 4.3.1883
Ermordet am 28.9.1944 in Eglfing-Haar

Emilie (Emmy) Rowohlt, geb. am 4.3.1883, in Hamburg, absolvierte die höhere Töchterschule, ging nach England und besuchte anschließend in Berlin das Lehrerinnenseminar und die Schauspielschule.
Nach kurzer kinderloser Ehe mit dem Verleger Ernst Rowohlt heiratete sie nicht mehr.
In München hatte sie Engagements am Nationaltheater und den Kammerspielen in der Maximilianstr. 26.
Wegen regimekritischer Äußerungen wurde sie wegen Verstoß gegen das „Heimtückegesetz“ angeklagt. Ein Arzt erklärte sie für unzurechnungsfähig und wies sie in die Heil- und Pflegeanstalt Eglfing. Haar ein.
Eine lange Leidenszeit begann. Am 28.9.1944 starb sie am gezielten Nahrungsentzug. Sie wog nur noch 36 kg.

Text: Dr. Sibylle von Tiedemann

Auf dem Königsplatz versammelten sich die Pat*innen mit ihren Schildern.

Fotos: Irina Kusmina

Weitere Fotos auf der Website vom BR:
https://www.br.de/rueckkehr-der-namen/die-rueckkehr-der-namen-120.html

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